Kindergarten

Kindliches Lernen

Kinder lieben es, ihre Umwelt zu erforschen und zu entdecken, sich mit Dingen auseinanderzusetzen und das, was gerade wichtig ist, immer wieder zu üben. Solange, bis stolz das Gelernte präsentiert wird. Verschiedene Psychologen und Pädagogen (Piaget, Hunt, Montessori…) erforschten eben diese Prozesse und entwickelten Theorien über das kindliche Lernen.

Sensible Phasen

Zunächst ist der Entwicklungsprozess immer vom Kind selbst gesteuert. Fertiges Wissen hat für Kinder keinen Sinnzusammenhang. Sie wollen ihr Leben und ihre Umwelt explorativ kennenlernen.

Dies geschieht in den sog. sensiblen Phasen. In diesen „Zeitfenstern der Hirnentwicklung“ richten die Kinder ihre Aufmerksamkeit auf bestimmte Bereiche oder Dinge ihrer Umwelt. Dabei wenden sie sich neuen Reizen reflexartig zu und setzen sich mit diesen auseinander. Durch Wiederholungen entstehen schließlich neue Verbindungen zwischen Nervenzellen, Synapsen werden gebildet und Nervenfasern myelinisiert, d.h. mit einer Zellschicht umwickelt und gefestigt. So wird Automatisierung möglich. Wird ein Kind bei seinen Wiederholungen gestört oder werden diese gar unterbunden, ist eine vollständige Ausbildung der Synapsen nicht möglich. All diese Prozesse lassen sich weder von außen steuern, noch beschleunigen. Sie gehen vom Kind selbst aus und dazu braucht das Kind Zeit.

Unsere Aufgaben

  • für die Kinder eine Lernkultur mit geeignetem Material, passenden Räumlichkeiten und ausreichend Zeit zu schaffen
  • die Themen der Kinder auszuspüren und aufzugreifen
  • die Kinder da abzuholen, wo sie stehen

Diese Lernkultur schaffen wir in unserer Einrichtung mit projektorientiertem Arbeiten, ausreichend Freisspielzeit, Dokumentation der Entwicklung im Portfolio und teiloffenem Konzept.